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    18.09.2019

    Interkulturelle Woche 2019 in Nordfriesland

    Eine Veranstaltungsreihe von Fremde brauchen Freunde e.V., der Flüchtlingsbeauftragten des Kirchenkreises Nordfriesland, dem Diakonischen Werk Husum, dem Diakonischen Werk Südtondern, dem Amt Südtondern, dem Projekt Westküste Ahoi! im Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e.V., das Patenschaftsprogramm der AWO Schleswig-Holstein in Husum, Leck, Niebüll.

     

    INTERKULTURELLER KALENDER 2019

    1.September – 3. Oktober 2019

    In der Zeit vom 1. September bis zum 3. Oktober 2019 ist der digitale Kalender zur Interkulturellen Woche erhältlich. Über die E-Mail-Adresse info@asyl-nf.de können sich alle interessierten Menschen für den Kalender anmelden.

    Ziel ist es, die Buntheit und Vielfalt des Lebens in Nordfriesland zu zeigen. Mit unseren kleinen Texten und Bildern, Rezepten oder Tipps, möchten wir jeden Tag eine kleine Freude, einen Denkanstoß oder eine Information verbreiten. Auf einer Din A4 Seite werden verschiedenste Themen beschrieben, die man per Mail bekommt, wenn man sich vorher bei uns angemeldet hat.

    Wir orientieren uns mit unseren Themen auch an den vielen internationalen Tagen, die es im September gibt, die bekanntesten sicher der internationale Friedenstag, der Weltflüchtlingstag oder der Weltkindertag. Es gibt aber noch viel mehr, teils überraschende Tage, die wir aufnehmen und mit Geschichten und Themen aus dem Bereich Interkulturalität verbinden werden.

    Wir beginnen am 01.09. dem Antikriegstag und enden am 03.10. mit dem Tag der deutschen Einheit. Die Texte der Seiten stammen von verschiedenen Menschen, die den Kalender so zum Leben erwecken. Die Mails werden jeden Tag zur gleichen Zeit versendet. Alle Teilnehmer*innen können an einer Verlosung teilnehmen, in der wir kleine gespendete Präsente verlosen. Die Lose werden von Akteur*innen gezogen, die im Hintergrund im Kreis NF zum Thema Integration und Zusammenleben arbeiten und die wir auf diese Weise gerne einmal vorstellen wollen.

     

    IM FILMKLUB: BEALE STREET VON BARRY JENKINS

    Dienstag, 24. September 2019 um 19.30 Uhr

    Ort: Kinocenter Husum, Neustadt 114, Husum

    Eintritt: üblicher Kinopreis

    Dienstag, 1. Oktober 2019 um 19.00 Uhr

    Ort: Eck’s Kino Niebüll, Hauptstraße 37A, Niebüll

    Eintritt frei, Spende willkommen

    In Kooperation mit dem Filmklub im Kinocenter Husum und dem Eck’s Kino Niebüll.

    USA 2018, 117 Min. – Wenn die Gesellschaft im kollektiven Sinn zerfällt, wird die kleinere menschliche Einheit immer Wichtiger.

    Erzählt wird die Geschichte von Tish Rivers und Fonny Hunt, einem jungen Paar. Sie lieben einander und kennen sich schon seit Kindheitstagen. Im Grunde genommen erwarten sie nicht viel vom Leben: Sie suchen eine gemeinsame Wohnung, Tish arbeitet in einem Kaufhaus, Fonny macht beeindruckende Skulpturen aus Holz. Doch dann wird Fonny von der Puertoricanerin Victoria Rogers beschuldigt, sie vergewaltigt zu haben und kommt ins Gefängnis. Zu keiner Zeit steht außer Frage, dass Fonny unschuldig ist oder Victoria tatsächlich vergewaltigt wurde. Victoria wurde von einem Polizisten genötigt, die falsche Person zu identifizieren. Die Verbrechen, die Fonny und Victoria angetan werden, werden hier nicht gegeneinander ausgespielt: Sie markieren in aller Deutlichkeit, dass es in dem US-amerikanischen Justizsystem nicht darum geht, die Wahrheit herauszufinden oder für Gerechtigkeit zu sorgen.

    Beale Street ist ein Filmdrama von Barry Jenkins, das auf einem gleichnamigen Roman von James Baldwin (dt. Titel: Beale Street Blues) aus dem Jahr 1974 basiert.

     

    LESUNG „SEESTERN IN SÜDTIROL“

    Mittwoch, 18. September, 19.00 Uhr

    Ort: im Rathaus Husum, Zingel 10, Husum

    Eintritt frei, Spende erwünscht

    Donnerstag, 26. September, 18.00 Uhr

    Ort: in der Bücherei Leck, Hauptsr.31, Leck

    Eintritt frei, Spende erwünscht

    Eine szenische Lesung von Antonio Umberto Riccò

    Erzählt wird die Geschichte von Alidad Shiri, der als 14-jähriger am 22. August 2005 nach einer zweijährigen Flucht über Pakistan, Iran, Türkei und Griechenland in Italien ankam. Die Erzählung beginnt mit dem Tag seiner Ankunft in Südtirol, als er auf der Brenner-Autobahn in der Nähe von Brixen/Bressanone gefunden wurde.

    Drei Erzähler*innen rekonstruieren im Dialog die Ereignisse, die danach stattfanden. Sie geben die Meinungen von Zeug*innen wieder, die den Jungen kennenlernten und begleiten das Publikum bis zum heutigen Tag. Wer ist Alidad? Warum kam er nach Europa? Ist er „ein Geschenk“ für die Gesellschaft oder doch ein Betrüger, der vom Wohlstand profitieren will?

    Der erste Sprecher erzählt die Fakten, die beiden anderen diskutieren heftig über Alidads Identität, sein Alter und seine fehlenden Dokumente. Sie tun dies mit deutlich gegensätzlichen Standpunkten und spiegeln so Meinungen wieder, die in unserer Gesellschaft weit verbreitet sind. Integration und Ablehnung, „Gutmenschentum“ und Vorurteile wechseln sich ab. Die Zuschauer erleben manche Überraschung: Die „Guten“ und die „Bösen“ sind nicht immer so vorhersehbar. Videos, Musik und Fotos ergänzen die gelesenen Texte.

    Im Anschluss gibt es die Möglichkeit an einem moderierten Gespräch teilzunehmen.

    In Kooperation mit: Theater in der List unter der Gesamtschirmherrschaft von Frau Doris Schröder-Köpf, Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe in Niedersachsen

    Schirmherrschaft für Nordfriesland: Uwe Schmitz, Bürgermeister von Husum.

     

    BERLINER COMPAGNIE: „ANDERS ALS DU GLAUBST“

    Dienstag, 12. November, 19 Uhr

    Ort: Aula der Theodor-Storm-Schule Husum, Ludwig-Nissen-Straße 62, Husum

    Eintritt frei. Um Spende wird gebeten.

    Ein Theaterstück über Juden, Christen, Muslime – und den Riss durch die Welt

    Ob unter dem Deckmantel der Religion machtpolitische oder wirtschaftliche Interessen ausgetragen werden, ob fanatische Gläubige aufeinander losgehen: Religion hält her für Terroranschläge, Eroberungen, Mord und Totschlag.

    Das ist die eine Seite.

    Andererseits:

    Selbst wenn der Religion nur zugestanden wird, Seufzer der Kreatur zu sein, so ist sie doch auch Protest gegen die Ungerechtigkeit, gegen die Aufspaltung der Welt in arm und reich. Gerechtigkeit und Mitgefühl sind Kernforderungen des Judentums, des Christentums und des Islams. Und dieser Protest äußert sich nicht nur in Mildtätigkeit und Almosengeben, sondern auch im Widerstand gegen diejenigen Strukturen, welche die Ungleichheit hervorbringen.

    Nicht zuletzt findet sich in den Religionen auch der Protest dagegen, für die Zementierung von Herr-schaftsverhältnissen vereinnahmt zu werden.

    Von dieser, die Menschen und die Gesellschaft verändernden Kraft der Religionen handelt unser Stück. Es möchte den Beweis antreten, dass Toleranz, Verständnis, Solidarität einerseits und gegenseitige sachliche Kritik andererseits sich nicht ausschließen, sondern zu einer für die Zukunft der Welt dringend benötigten gemeinsamen Praxis führen können.

    Unsere Protagonisten sind: Eine fromme Muslima, eine gläubige Christin, ein gottesfürchtiger Jude, ein linker Atheist und ein eingefleischter Skeptiker. Ausgerechnet sie finden sich gemeinsam nach einem tödlichen Anschlag im postmortalen Niemandsland. Ist es die Vorhölle? Ist es der Weg ins Paradies?

    Natürlich streiten sie. Wie auf Erden so im Himmel. Bis sie merken: Es gibt eine gemeinsame Aufgabe!

    Eine abenteuerliche Reise führt sie zu den irdischen, menschengemachten Orten der Hölle: in die Minen Katangas, die Hungerlager Afrikas.

    Sie helfen und es hilft nicht, denn: Was dort geschieht, hängt von politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen anderswo ab. Auf in die Höhle der Löwen, zu den Schauplätzen der Macht, zu den Global Players der Welt! Jetzt lernen sie erst recht das Fürchten.

     

    Informationen und Kontakt: T. 04841-8038477, Opens window for sending emailasylbetreuung[at]dw-husum.de

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