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    29.09.2019

    Die Freiheit der einen...

    ...und die Not der anderen.

    Die Öffnung der Berliner Mauer 1989 war für die Menschen in Deutschland der Moment lang ersehnter Freiheit. Sie war Teil des Zusammenbruchs der alten, bis dahin vor allem durch die Sowjetunion und die USA bestimmten bipolaren Weltordnung. Was hierzulande als ein Mehr an Freiheit für alle in Deutschland und Europa gefeiert wurde, verbreitete auch in vielen anderen Weltenorten Hoffnung auf ein Ende der seit Generationen herrschenden Unterdrückung und Ungerechtigkeit.

    Tatsächlich aber folgten dort Dekaden größter Unordnung. Der Kuchen des Einflusses alter und neuer Großmächte in der Welt wurde neu aufgeteilt. Die Folgen der damit einher gehenden Kämpfe um Macht, Rohstoffe und regionale Einflüsse stürzten zahllose Länder in Bürgerkriege und bis heute anhaltende Waffengänge. Millionen wurden und werden in die Flucht geschlagen. Andere verloren in Folge von Globalisierung und Klimaveränderungen ihr Hab und Gut und ihr tägliches Auskommen und wurden mit ihren Familien vertrieben.

    Die Vereinten Nationen zählen heute weltweit über 70 Mio Flüchtlinge. Die meisten dieser Männer, Frauen und Kinder finden Aufnahme und Unterkommen in den Nachbarstaaten ihrer Heimatländer. Nur ein Bruchteil versucht und noch weniger schaffen es nach Europa oder in andere Industrieländer zu entkommen. Die bauen zur Abwehr neue Mauern und Zäune. Auch die EU kollaboriert mit Diktaturen, durch deren Länder die Fluchtwege führen. Flüchtende werden daraufhin gejagt und in Lagern interniert, geraten in die Fänge von Menschenhändlern und Wegelagerern. Oder sie finden – weil europäische Regierungen die Nothilfe kriminalisieren – spätestens auf dem Meer einen nassen Tod.

    Dieser Politik der Abwehr und Hilfeverweigerung gilt unser Protest. Die es dennoch schaffen, sind wenige. Ihre Unterstützung ist unsere humanitäre und völkerrechtliche Pflicht. Und wir schaffen das. Bundesweit sind bürgerschaftliche Initiativen in der Aufnahme und Unterstützung von Geflüchteten engagiert. Auch in Schleswig-Holstein werden Frauen und Männer im Asylverfahren beraten, sie werden an ihren Wohnorten bei medizinischem Bedarf begleitet und Kinder werden bei der Integration in der Schule unterstützt. Es wird beim Erlernen der deutschen Sprache und beim Finden von Wohnung und Arbeit geholfen und für ihr Bleiberecht eingestanden. Möchten Sie mitmachen? Sprechen Sie uns an: Opens window for sending emailoffice[at]frsh.de

     

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