• Presseerklärung

    06.06.2005

    Aktionstag: Solidarität mit langjährig geduldeten Flüchtlingen auch in Kiel!

    Mittwoch, den 8.6.2005
    11.00 - 18.00 Uhr auf dem Asmus-Bremer-Platz
    16.00 Uhr Kundgebung
    mit Redebeiträgen verschiedener Organisationen
    (ZBBS, Flüchtlingsrat, verdi AK Migration Kiel/Plön, u.a.)
    und betroffener Flüchtlinge

    In Rendsburg und Neumünster finden seit Ende Mai Mahnwachen für ein Bleiberecht für zwei von Abschiebung bedrohten Familien statt. Auch in Kiel ging der Fall der Familie Görotas durch die Presse, deren Härtefallantrag nach einem positiven Entscheid der Härtefallkommission vom damaligen Innenminister Buss abgelehnt wurde.

    Die Familien Landu in Rendsburg, Kocan in Neumünster und Görotas in Kiel stehen beispielhaft für viele Familien und Einzelpersonen, die seit zehn und mehr Jahren in Schleswig-Holstein leben - seit Jahren mit einer Duldung, die ihnen das Verlassen des Kreisgebiets verbietet und die Arbeitsplatzsuche nur eingeschränkt ermöglicht. Ihre Kinder sind hier aufgewachsen, gehen zur Schule und sind in Sportvereinen und Jugendgruppen integriert. Sie müssen dennoch ständig mit der erzwungenen "Rückkehr" in ein ihnen meist unbekanntes Land rechnen.

    Der Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein, die Zentrale Bildungs- und Beratungsstelle für MigrantInnen in Schleswig-Holstein ZBBS e.V. und betroffene Flüchtlinge rufen deshalb zu einem Kieler Aktionstag für ein Bleiberecht für langjährig geduldete Flüchtlinge auf.

    Mit dem "Bündnis Bleiberecht Schleswig-Holstein", dem zahlreiche regionale Initiativen, Wohlfahrtsverbände und Organisationen aus Schleswig-Holstein angehören, fordern die VeranstalterInnen, dass sich die Schleswig-Holsteinische Landesregierung für eine Bleiberechtsregelung auf Bundesebene einsetzt. Gelegenheit dafür gibt es in Kürze im Rahmen der Innenministerkonferenz, die am 23./24. 6. in Stuttgart stattfindet.

    Eine großzügige unbürokratische Bleiberechtsregelung für langjährig Geduldete ist nötig, um den jahrelang andauernden Zustand der Ausgrenzung zu beenden und ihnen eine Zukunftsperspektive und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben in Deutschland zu ermöglichen.

    gez. Astrid Willer

    Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e.V.
    Oldenburger Str. 25
    D-24143 Kiel
    www.frsh.de
    T. 0431-735 000
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