Das Wirklichkeitsverständnis in modernen Demokratien ist in zentraler Weise von der Qualität der Massenmedien – von den klassischen bis zu den interaktiven digitalen Angeboten – und der Arbeit von Journalist*innen abhängig: Wie nehmen wir unsere Gesellschaft und ihre Geschichte wahr?
Welche Probleme sind vorrangig? Welche Konflikte bedrohen die freiheitliche Demokratie? Globale Online-Plattformen prägen heute Märkte und öffentliche Debatten wie nie zuvor. Mit den rasenden technologischen Entwicklungen wachsen jedoch auch die politischen und ethischen Herausforderungen, auch im Umgang mit Geschichte, Erinnerung und Gedächtnis.
Wie soll mit der Flut von Informationen, gezielten Desinformation und Fakes umgegangen werden, wie lassen sich Ressourcen der Resilienz stärken? Was heißt Verantwortung der Medien und ihrer Nutzer*innen heute, besonders für eine kritische Erinnerungskultur?
Diese Frage steht im Fokus der diesjährigen Ausgabe der Veranstaltungsreihe Forum Demokratie und Erinnerungskultur am 22. Mai in Kiel.
Das Thema lautet: "Von Hugenberg bis Musk. Die Verantwortung von Medien in Zeiten von Demokratie und autoritärer Herrschaft".
Im Mittelpunkt des Abends stehen zwei Vorträge:
- Die Rolle der journalistischen Medien in der Erinnerungskultur – nicht nur ein historischer Abriss
Dr. Hans-Ulrich Wagner, Leibniz-Institut für Medienforschung/Hans-Bredow-Institut, Hamburg
- NS‑Vergangenheit im Social‑Media‑Sog: Wer steuert die Erinnerung? Erinnerungskultur, Verantwortung und digitale Öffentlichkeit
Dr. Iris Groschek, Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen
Die Vortrags- und Diskussionsveranstaltung findet am Freitag, 22. Mai 2026, 18:00 Uhr, im Forum für Baukultur, Waisenhofstraße 3, Kiel, statt.
Freier Eintritt, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Programmflyer ist am Ende beigefügt.
Das Forum Demokratie und Erinnerungskultur findet jährlich rund um den 23. Mai in Kiel statt - anlässlich der Verkündung und des Inkrafttretens des Grundgesetzes am 23. Mai 1949. Die Reihe widmet sich wechselnden Themenschwerpunkten und schlägt dabei stets den Bogen zwischen aktuellen Fragen der Demokratie und der Auseinandersetzung mit Erinnerungskultur.
