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    08.11.2018

    Der US-Drohnenkrieg in Afghanistan

    Veranstaltungsankündigung

    Emran Feroz liest aus „Tod per Knopfdruck – Das wahre Ausmaß des US-Drohnen-Terrors oder wie Mord zum Alltag werden konnte“

    Am Montag, den 12. November 2018, um 18 Uhr ist Emran Feroz zu Gast im Kasino im Landeshaus Kiel. Der freie Journalist und Kenner von Nahost und Zentralasien ist Berichterstatter aus Afghanistan und über den US-Drohnenkrieg für Zeit, taz, Al Jazeera sowie New York Times.

    Seit Beginn des „War on Terror“ gehören US-Drohnenangriffe in Afghanistan, Irak, Pakistan, Somalia und anderen Ländern zum Alltag. Allein in seinem letzten Amtsjahr autorisierte Friedensnobelpreisträger US-Präsident Barack Obama den Abwurf von 26.172 Bomben. Die Zahl ziviler Opfer, sogenannter „Kollateralschäden“, wird dabei regelmäßig heruntergespielt. Laut Whistleblowern und ziviler Organisationen wurden bereits bis zu 9.900 Menschen durch Drohnenangriffe getötet, darunter rund 1.500 Zivilist*innen.

    Emran Feroz reiste unter anderem in die Kriegsregionen und sprach mit Menschen, die von den dort „Todesengeln“ genannten Drohnen regelmäßig terrorisiert werden. Am 12. November liest er aus seinem aktuellen Buch und diskutiert, wie es den Verantwortlichen gelingt, das wahre Ausmaß dieser Katastrophe herunterzuspielen sowie welche Interessen hinter den Angriffen stecken. Auch die Rolle Deutschlands in diesem Kontext ist Thema des Abends.

    Der Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e.V., die Projekte Westküste Ahoi!, Landesweite Flüchtlingshilfe und MBSH-Flüchtlingsberatung sowie der schleswig-holsteinische Landesbeauftragte für Flüchtlings-, Asyl- und Zuwanderungsfragen und der Landesverband Hamburg/Schleswig-Holstein der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen laden ein zur Lesung und Diskussion.

    Um Anmeldung wird gebeten: westkueste.ahoi(at)frsh.de

    gez. Simone Ludewig, public(at)frsh.de, T.: 0431 55685360

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