Leonie Melk vom Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein dazu: "Menschen auf der Flucht und mit Fluchtgeschichte stehen aktuell vor großen Herausforderungen. Ihnen werden Steine in den eh schon schwierigen Weg gelegt. Die Gelder für Sprachkurse und Unterstützungsangebote sowie das Asylrecht selbst stehen gerade auf dem Spiel. Die faktische Abschaffung wichtiger Menschenrechte durch die Verschärfung des Gemeinsamen Europäischen Asylsystem greift massiv das Recht zu Kommen, zu Bleiben und den Schutz von Menschen an. Gleichzeitig rüsten Europas und Deutschlands rechtskonservativen Kräfte auf gegen Menschen auf der Flucht. Dem stellen wir uns an diesem Tag und an allen anderen Tagen solidarisch entgegen!"
Der Weltgeflüchtetentag wird seit 25 Jahren am 20. Juni begangen. Damals wurde zum 50. Jahrestag der Gründung des UNHCR der 20. Juni zum Weltflüchtlingstag ernannt.
"Überall kämpfen Menschen aktuell ums Überleben, viele machen sich auf die Flucht in ein sichereres Leben für sich und ihre Familien und Liebsten. Für viele Unsicherheiten sind wir in den Industriestaaten verantwortlich und sorgen aber dafür, dass immer mehr Menschen auf dem Weg - egal ob übers Mittelmeer, ob in Folterlagern oder auf den Landrouten sterben. Davor dürfen wir unsere Augen nicht schließen" so Maria Petersen von der Seebrücke Kiel weiter dazu.
Erstmals seit zehn Jahren geht die Zahl der Vertriebenen zurück, befindet sich jedoch weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Im Jahr 2025 flohen 5,4 Millionen Menschen vor Verfolgung und Gewalt wie der jährliche Bericht der UNHCR darstellt.
"Wir haben keine Krise der Migration, sondern wir haben eine Solidaritätskrise! Wir müssen gemeinsam solidarisch mit allen von Flucht Betroffenen sein und mit ihnen für ihre Rechte und gegen die Abschaffung wichtiger Menschenrechte kämpfen! Denn die Abschaffung von Rechten ist der Anfang von rechter und menschenfeindlicher Politik. Und dagegen müssen wir uns mit Händen und Füßen, mit unserem Engagement, mit unserem Mut wehren! Wir stehen für eine solidarische Gesellschaft, die es allen erlaubt zu Kommen und zu bleiben" so Anna Schmidt von Sea Eye Kiel abschließend!
Die Demonstration findet während der Kieler Woche statt und führt vom Schlossplatz über die Brunswiker und Feldstraße, über die Reventlouallee bis zur Höhe Reventloubrücke, wo die Abschlusskundgebung stattfinden wird.
Gerne stehen wir vor Ort für Fragen oder Interviews zur Verfügung!
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Leonie Melk, 0431 556 853 64, public@frsh.de
