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    19.12.2018

    Ausgezeichnetes Ehrenamt. Probleme mit dem Spurwechsel. Marshallplan mit Afrika.

    Eine neue Ausgabe des Magazins „Der Schlepper“ nimmt Rückschau auf ein bewegtes Jahr

    Das Quartalsmagazin des Flüchtlingsrats Schleswig-Holstein e. V. „Der Schlepper – Magazin für Migration und Flüchtlingssolidarität in Schleswig-Holstein“ erscheint im 22. Jahrgang mit aktuellen Informationen rund um die Themen Migration, Flucht und Integration aus Schleswig-Holstein, Deutschland und der Welt.

    Die neue Ausgabe Nr. 91 beleuchtet aktuelle Meldungen: Kieler Flüchtlingsinitiative gewinnt Leuchtturm des Nordens, neue Regeln für das Kirchenasyl, unsolidarische Entwicklungspläne mit Afrika sollen Flüchtlinge weiter externalisieren.

    Daneben widmet sich diese Ausgabe zwei inhaltlichen Schwerpunkten, die zentral für Debatten um Flucht und Flüchtlinge in der Bundesrepublik sind: Arbeitsmarktintegration und humanitäre Sonderaufnahmekontingente.

    Zum Thema Arbeitsmarktintegration deutet sich unter dem Schlagwort „Spurwechsel“ in mancher Staatskanzlei ein Umdenken an. Drei Jahre nach 2015 können bereits Schulabschlüsse, Ausbildungs- und Qualifizierungserfolge von Geflüchteten gefeiert werden. Das Interesse am Thema Fachkräftezuwanderung ist auch bei Arbeitgeber*innen groß. Nur die Bundesregierung enttäuscht bestehende Hoffnung auf nachhaltige Integration von Geflüchteten mit einem restriktiven Referentenentwurf für ein neues Fachkräfteeinwanderungsgesetz.

    „Der Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein wird auch im kommenden Jahr Projekte realisieren, um Geflüchteten den Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Wir schaffen das!“, erklärt hierzu Martin Link, Geschäftsführer beim Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e. V.

    Der Versuch des sogenannten „Islamischen Staates“, ein Kalifat zu errichten, ging einher mit einem weiteren Völkermord an den Jesid*innen im Nahen Osten. In dieser Ausgabe findet sich unter anderem die Rede von Irfan Ortac, Vorsitzender des Zentralrats der Êzîden in Deutschland, zum Gedenken dieses Genozids. „Der IS ist besiegt, der Wiederaufbau hat begonnen, doch nicht für Êzîdinnen und Êzîden“, beschreibt Ortac die immernoch verzweifelte Lage seines Volks.  Die Situation im Nordirak ist auch heute noch keineswegs so rosig, wie es die deutsche Innenpolitik gerne zeichnen würde. Millionen von Menschen leben weiterhin entwurzelt. Kinder, Frauen und Mädchen bleiben vermisst.

    Über das Sonderkontingent Nordirak sind auch nach Schleswig-Holstein Jesidinnen gekommen. Angesichts des geplanten Sonderaufnahmeprogramms der Landesregierung ist es umso wichtiger, deren Situation zu beleuchten und die richtigen Schlüsse für künftige humanitäre Landesaufnahmeprogramme zu ziehen.

    Es gibt viel zu tun im Jahr 2019. Das Magazin „Der Schlepper“ wird Sie auf dem Laufenden halten!

     

    gez. Simone Ludewig, public(at)frsh.de, T. 0431-55685360

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