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Sprache ist der Schlüssel zur Integration, doch die meisten AsylbewerberInnen und geduldeten Flüchtlinge können die Kosten für einen Integrationskurs
mit Sprachunterricht nicht aufbringen. Darauf wiesen heute in Kiel der Flüchtlingsrat, der Paritätische Wohlfahrtsverband und das Diakonische Werk
hin und riefen zugleich zu Spenden auf.
„Ohne die Möglichkeit, sich über Sprache zu verständigen, können kaum Kontakte geknüpft werden. Der Alltag wird ohne Sprachkenntnisse zum
Hindernislauf“, erklärte Johanna Boettcher vom Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein. „Doch insbesondere Flüchtlingen ohne gesicherte
Aufenthaltsperpektive ist die Teilnahme an einem Deutschkurs finanziell einfach nicht möglich“.
„Flüchtlinge, die auf den Ausgang ihres Asylverfahrens warten, haben keinen gesetzlichen Anspruch auf Förderung eines Deutschkurses, selbst
wenn das Asylverfahren mehrere Jahre dauert“, erläuterte Doris Kratz-Hinrichsen vom Diakonischen Werk. Das gleiche gelte für Menschen, die
mit einer Duldung in Deutschland leben und keine feste Aufenthaltserlaubnis haben. In Schleswig-Holstein sind dies derzeit etwa
2.000 Menschen, die oft schon viele Jahre hier leben.
„Ein Integrationskurs kostet etwa 150 Euro im Monat, insgesamt 1.400 Euro. Dazu kommen häufig die Fahrtkosten“, sagte Krystyna Michalski
vom Paritätischen Wohlfahrtsverband. Die Betroffenen erhalten öffentliche Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, die weit
unter dem Sozialhilfesatz liegen. Hiervon müssen Essen, Kleidung und alle weiteren Ausgaben bezahlt werden. „Es bleibt kein Spielraum für
Sonderausgaben“, so Michalski.
Der Flüchtlingsrat und die Wohlfahrtsverbände rufen die Schleswig-HolsteinerInnen auf, Bedürftigen die Teilnahme an einem Sprachkurs
durch Spenden zu ermöglichen. Johanna Boettcher: „Bitte geben Sie Flüchtlingen die Möglichkeit, Deutsch zu lernen. Das eröffnet Teilhabe an
unserer Gesellschaft und eine effektive Integration“.
Spendenkonto: Diakonisches Werk Schleswig-Holstein, Konto 78786, EDG Kiel, BLZ 210 602 37, Stichwort „Sprachkurse für Flüchtlinge“.
gez. Johanna Boettcher, Krystyna Michalski und Doris Kratz-Hinrichsen
Für Rückfragen: Johanna Boettcher, Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e.V., Tel. 0431 - 2 39 39 24, lis@frsh.de
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