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Flüchtlingsrat
Schleswig-Holstein e.V.
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Kiel, den 20. August 2002 |
PRESSEMITTEILUNG |
| Bundespräsident
und Kieler Ministerpräsidentin ehren schleswig-holsteinische Flüchtlingssolidarität |
Mehr als 1300 in Migrationsarbeit oder Flüchtlingssolidarität tätige Initiativen hatten sich am Wettbewerb beteiligt. 200 davon sind jetzt von der hochkarätigen Wettbewerbsjury, zu der die CDU-Politikerin Rita Süssmuth, die Migrationsforscher Jürgen Bade und Dietrich Thränhardt sowie die nordrhein-westfälische Migrationsbeauftragte Lale Akünzur gehören, in Würdigung ihres erfolgreichen Engagements nach Berlin eingeladen worden. Die Gruppe "Mondfrauen" existiert seit 1997 und wird von der Flüchtlingsarbeit des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis Niendorf unterstützt. Die Gruppe wurde gegründet von einheimischen Norderstedterinnen und zugewanderten Flüchtlingsfrauen, die in den verschiedenen Behelfsunterkünften der Kommune lebten. Ziel war zunächst, Flüchtlingsfrauen einen regelmäßigen Treff anzubieten, wo sie sich mit Frauen in ähnlicher Lebenssituation austauschen und Kontakte zu deutschen Frauen aufnehmen können. "Wo sind wir verschieden, wo haben wir Gemeinsamkeiten, wie ist unsere Rolle in der Gesellschaft?" So fassen Rachel Berrigah und Gisela Nuguid die grundlegenden Fragen, denen die "Mondfrauen" nachspüren, zusammen und erläutert die Integrationsidee, die von den Frauen verfolgt wird: "Eine Gruppe Zuwanderinnen trifft auf Geschlechtsgenossinnen der Aufnahmegesellschaft. Sie tauschen sich aus, sind gemeinsam aktiv und lernen voneinander." Dieses Konzept hat offenbar auch den Bundespräsidenten überzeugt.
Uwe Tschanter erhält die Ehrung der Landesregierung in erster Linie für sein vielfältiges und langjähriges Engagement in der solidarischen Flüchtlingshilfe - als Gründungsmitglied der Husumer Initiative "Fremde brauchen Freunde" und des Flüchtlingsrates Schleswig-Holstein e.V. . Ob bei der politischen Durchsetzung und Absicherung von Landesförderung für den Flüchtlingsrat als Dachverband unabhängiger Flüchtlingsinitiativen in Schleswig-Holstein, oder bei einer regionalen Kampagne zur Abschaffung der diskriminierenden Sachleistungen für asylsuchende Flüchtlinge im Kreis Nordfriesland - immer hat Uwe Tschanter es vermocht, seinen humanitären Grundpositionen auch ihren öffentlich wahrnehmbaren politischen Ausdruck zu verleihen. Tschanter bleibt derweil bescheiden: "Ich verstehe den Orden' als eigentlich lang überfällige Würdigung des antirassistischen und integrationsfördernden Engagements der zahlreichen in Schleswig-Holstein aktiven Initiativen der Flüchtlingssolidarität." gez.
Martin Link
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