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Medien beschreiben Afghanistan als eine von Frauenunterdrückung
gekennzeichnete, von Armut beherrschte, von Drogen-Baronen und zunehmend
auch wieder von aufständischen Taliban kontrollierte Region. Operationen
der alliierten Kräfte (ISAF) sind mit Blick auf viele zivile Opfer
umstritten.
Aber welche Fortschritte machen internationale Bemühungen, das Land
durch Geld und politische Hilfen bei der Entwicklung demokratischer
Strukturen zu unterstützen? Was ist von Behauptungen zu halten, eine
Rückkehr der Flüchtlinge in ihre weithin ruinierte afghanische
,'Heimat'' sei inzwischen zumutbar?
Auf solche und weitere Fragen wird die niederländische Politikerin und
Autorin Farah Karimi - gerade erst nach längerem Aufenthalt in
Afghanistan zurück - in ihrem Kieler Vortrag eingehen. Ihr Blick gilt
dabei insbesondere dem ,Nation Building' und den Konsequenzen aktueller
Gewaltentwicklungen. Gleichzeitig wird die Fachfrau für afghanische und
internationale Politik ihre Einschätzung zur Lage der Zivilbevölkerung
und dem, was zurückkehrende Flüchtlinge -- vor allem die Frauen -- in
Afghanistan erwartet, erläutern.
Besonders eingeladen zur Veranstaltung sind die Abgeordneten der im
Kieler Landtag vertretenen Parteien. Ihnen soll im Landeshaus
Gelegenheit gegeben werden, sich bei einer Kollegin authentisch über
Afghanistan zu informieren. Eingeladen sind ebenso alle für amtliche
Entscheidungen über die bis dato hierzulande exilierten afghanischen
Flüchtlinge Verantwortlichen sowie alle an der politischen Situation am
Hindukusch interessierten Menschen. Die Veranstaltung ist öffentlich.
Zur Referentin:
Farah Karimi (curiculum vitae) erhielt als politisch Verfolgte aus dem Iran Anfang der
80er Jahre Asyl in Deutschland. Von Kiel aus, wechselte sie 1989 in die
Niederlande. Dort vertrat sie von 1998 bis 2006 die Partei GroenLinks in
der zweiten Kammer des niederländischen Parlaments - als Sprecherin für
Außenpolitik, Verteidigung, Menschenrechte, Konfliktgebiete und
europäische Integration. Farah Karimi bereiste Afghanistan seit 2000
mehrfach, ist Autorin des niederländischen Buches "Schlachtfeld
Afghanistan" und engagierte sich zuletzt im Auftrag des UNDP in einem
Projekt zur Unterstützung des jungen afghanischen Parlaments. Ihr
thematischer Schwerpunkt dabei war die Sicherheitslage Afghanistans:
Verteidigung, innere Sicherheit, sowie Frauen, Menschenrechte und
Zivilgesellschaft.
Informationen: Tel. 0431-735 000, office@frsh.de
Hier den Tagungsflyer herunterladen.
gez. Martin Link, Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e.V.
gez. Torsten Döhring, Referent beim Landesbeauftragten für Flüchtlings-, Asyl- und
Zuwanderungsfragen Schleswig-Holstein
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